Wenn’s draußen stad wird und de Liachtl leuchten,
dann spür i wieder, wia wertvoll des Leben is.
Es san ned de großen Dinge, de zähln,
sondern gemeinsame Zeit, a Lächeln und a guats Wort.

DE Natur und de Menschen, de i lieb,
gebn ma Kraft und Hoffnung.
Des möcht i mit enk teilen.

I wünsch enk von Herzn a stade Weihnocht,
vui Gsundheit, Freid und Zuversicht.
Möge jeder Tog im neuen Johr
eich Grund zum Lächeln schenken.
Frohe Weihnachten und an guten Rutsch, Martin.

Weihnachtn beim Doin, zfrien wor ma

Wenn i an Weihnachten denk, erinner i mi ned an de großen Gschenk. I denk an a Zeit, wo ma ned vü kob ham und trotzdem reich worn.

I woaß no genau, wia d’Oma zu Weihnachten immer etwas besonderes auf’n Tisch zaubert hat. Hausgmachts Sauerkraut, Schweinas , dass ma den Duft heit no in da Nosn hat. Und ihre Zimtsterne mit Zuckerguss – für mi gibts bis heit koa besseren Weihnachtskeks.

Mit’n Opa bin i in Wald ganga und mir ham unsern Fichtenbam selba ausgsucht. Des wor nix Besonderes – und grad deswegen wor’s so besonders. Später san ma no in Stall und auf’n Tenn gonga. Da Opa hot immer gsagt: „A de Viecher hobn Weihnachten.“ Drum ham’s a an guats Futter und a Extraportion Heu kriagt. Des wor eam wichtig.Und natürlich Senn ma Rachn gonga, mit an Weihrauch a Sticke Koin und a Blechan Kehschaufe.

In da Fruah bin i als kloana Martin oft scho vor olle andern munter gwen. I hob’s kaum erwarten kena, bis bis i in de Stum derfn hob. De leuchtenden echten Kerzen am Christbam, da Duft vom Bam und de strahlenden Augn – des san Erinnerungen, de mi bis heit begleiten.

Je älter i wordn bin, umso mehr hob i verstanden, dass Weihnachten ned von de großen Gschenkn lebt. Es lebt von da Familie, vom Miteinander, von de Erinnerungen und von de Menschen, de ma lieb hat.

Genau des is für mi Weihnachten. Und genau des wünsch i a enk – a stade Weihnacht voller Wärme, Liab und Erinnerungen, de ein Leben lang bleiben. 🎄