🌿 Mein Weg – Meine Geschichte
Schön, dass du hier bist.
Wenn du diese Zeilen liest, hast du dir Zeit genommen, ein Stück meines Lebens kennenzulernen.Jeder Mensch hinterlässt Spuren. Manche verschwinden mit der Zeit, andere bleiben für immer in den Herzen der Menschen, die ihn begleitet haben.
Diese Seiten erzählen meine Geschichte. Nicht, weil sie außergewöhnlich ist, sondern weil sie meine ist.Zu vielen Kapiteln gibt es ein persönliches Video. Doch auch ohne die Videos möchte ich, dass du verstehst, wer ich war, was mich geprägt hat und was mir wirklich wichtig war.
Meine berufliche und politische Laufbahn, meine Zeit als Betriebsrat und vieles, was ich in meinem Leben gemacht habe, habe ich hier bewusst weggelassen.
Nicht, weil es unwichtig war. Menschen zu helfen, für andere da zu sein und etwas zu bewegen, war immer meine Passion.Und wenn man diese Gabe in die Wiege gelegt bekommt, dass Menschen einem vertrauen und man ihnen helfen darf, dann ist es keine besondere Eigenschaft.Es ist wichtig diese positiv einzusetzen, ich habe immer gerne unentgeltlich geholfen.
Aber letztendlich kommt es nicht darauf an, was man gemacht oder erreicht hat, sondern wie man als Mensch war.
Nimm dir Zeit. Vielleicht mit einer Tasse Kaffee oder a guten Zigarre oder a Glaserl Wein. Vielleicht mit einem Lächeln. Vielleicht mit einer kleinen Träne.Vor allem aber wünsche ich mir, dass du am Schluss nicht an mein Ende denkst, sondern an mein Leben.
🏡 Wo alles begann
Jeder Mensch hat einen Ort, an den sein Herz immer wieder zurückkehrt.
Für mich war das Angath.Beim Dolln Easchtl, seit 5 Generationen unsere Homat!Oder wia ma sog beim Doin.
Hier bin ich aufgewachsen. Auf unserem kleinen Bauernhof . Mit drei Kühen, vielen Hühnern, dem Duft von frisch gemähtem Heu und einem alten Steyr-Traktor aus dem Jahr 1953, der bis heute dort steht.Wenn ich heute daran denke, sehe ich keine Luxusvilla und keinen perfekten Garten.I sig mi als kloan Bua beim vorglian vom Steyr und da Tat(Opa) losstn mitn Schwerm u.Und dann der unheimliche schwarze Dieselrauch.Ich liebe diesen Geruch bis heute.
Und i sich Hoamat.Do wo ma aufgwochsn is. Wo i mitn Apfel an onan Apfel vom Weißepfe Bam owa gschossn hob, und wia da Tat des gsechn hod , hob i an zommschiss kassiert. Und i sig den deckten Apfelkuchen und de Weihnachtsstern mit Zimtguss, de wos i immer heimlich gessn hob.Es wor ois oafoch und hoscht, owa i wor zfrien und hob es echt sche kob.
Eigentlich hed is ned scheana aufwochsn kenna. I denk gern an de Zeit zrugg.
Als kleiner Bub war die Werkstatt meines Opas einer meiner Lieblingsplätze.Zwischen Holzspänen, Werkzeugen und dem Geruch von frischem Holz entstand etwas, das mich mein ganzes Leben begleiten sollte.
Die Liebe zum Handwerk.Damals wusste ich noch nicht, dass ich viele Jahre später genau dorthin zurückfinden würde.
Beim Doin war fi mie nie einfach ein Haus.Es war Geborgenheit.Es war Familie.Es war der Ort, an dem ich gelernt habe, dass Glück oft in den einfachen Dingen liegt.
Und irgendwann is mei Opa gegangen, er wor a scho oid.Ned Lange drauf, i war gerade 21, is mei Papa viel zu früh neben mir verstorben. Aber so wie es sich jeder wünscht, plötzlich und unerwartet.Und auf oa moi war i Besitzer, i bin eigentlich total überfordert gwen.Gwisst hob i nix. Owa man kann sich viel beibringen und nu viel mehr zeigen lassen, wenn ma mag.Da hatte ich viele geduldige Freunde (Lehrmeister). Es hobs ma sehr geholfen und gelernt.Auch wenn i kein Vorzeigelehrling mit mein Dickschädel war- owa zom brocht hom ma a ois.
Für mich hatte Geld jedoch immer eine untergeordnete Bedeutung. Es gibt Werte, die weit wichtiger sind: Gesundheit, Familie, Freundschaft und Menschlichkeit.Und i war einer der Ersten de 5 Jahre lang Elternteilzeit in Anspruch genommen haben, Lena de Zeit war so sche und intensiv , so viel hed i nie verdienen können dass es de super Zeit mit dir aufwiegen kannt.
Ich habe immer versucht, zu Menschen die von Neid und Gier geprägt sind, eine gewisse Distanz zu wahren. Denn Neid und Gier können einem Menschen sogar die letzte Empathie nehmen.
Liebe Sabine,liebe Lena, liebe Mama,
danke, dass ihr immer an mich geglaubt habt.
Ohne eure Liebe, eure Geduld und eure Unterstützung hätte ich meine Umbauten, Ideen und Visionen niemals verwirklichen können.
Alles, was entstanden ist, trägt auch ein großes Stück von euch in sich. ❤️
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❤️ Familie – Das größte Geschenk meines Lebens
Wenn mich jemand fragen würde, worauf ich in meinem Leben am meisten stolz bin, würde ich keine Arbeit, kein Haus und keinen Besitz nennen.
Ich würde von den Menschen erzählen.
Allen voran von meiner Tochter Lena.Du bist mein größter Stolz.Und das Beste für uns, Ever.
Es gibt keine Worte, die beschreiben können, wie sehr du mein Leben verändert hast.
Du hast mich lachen lassen, wenn ich traurig war.Du hast mir Kraft gegeben, wenn ich keine mehr hatte.Und du wirst immer der schönste Teil meines Lebens bleiben.Allein deine Fürsoge. Wenn ich die Treppen alleine nicht mehr hoch gehen konnte, hast du mir die Hände gereicht.Diese Momente werde ich nie vergessen, danke Lena!❤️❤️❤️
Sabine, meine Frau.
Danke, dass du den schwersten Weg mit mir gegangen bist.Na i wor koa oafocha Mensch am Schluss, i woass des.Danke dass du immer so zu mir gestanden bist.Owa so a Krankheit über Jahre is a Baustelle für Alle. Wirklich Danke vo Herzen.
Meine Mama war mein Anker.Ganz egal, wie schwierig ich manchmal war.Du warst immer bei mir 24/7- Danke, es war einfach ein Wahn und für dich trotz der Bürde nie ein Opfer.Unsere gemeinsamen Werkstattstunden und Zigarrenratscha fehlen mir.
Mit offenen Armen und einem offenen Herzen.
Meine Schwester Monika hätte sogar ihr Haus und Alles verkauft, um mir zu helfen.In den schweren Stunden is extra vo Holland owa gfohn um mi zu unterstützen.Und so warst du immer, wirklich immer da. Danke Schwesterherz.
Meine Cousine Dagi war immer da.I kann des a irgendwie gar ned beschreiben, wenn i mi mal ned gemeldet habe oder es mir ned gut ging, hat sie mich angerufen oder war da! Unser gemeinsames Tattoo erinnert uns daran, dass manche Verbindungen niemals enden, und das wir 2 gleich verrückt senn.Dass i euer Trauzeuge und Pate von Alex sein durfte, danke.Alex i bin so stolz, wie du hergwochsn bist, und a immer bei mir warst, 1000 Dank i drück di von Herzen.
Und dann sind da noch so viele Freunde, Verwandte und Wegbegleiter.Jeder Einzelne hat Spuren in meinem Herzen hinterlassen.Ohne eich hed i oft versagt, es hobs mi zu dem gmocht was i sein durfte. Und Dass es für Euch a ned einfach war weiss is.Danke dass es so seids wie es seids.
Und i bin dankbar dass ma nu so oft zusammen hocken derfn hom.I bin eigentlich nimma viel umma kemma, es hobs ma de News und de Welt an mei Platzä brocht. Und die vielen Steine und Muscheln , es seids a Wahn.
Danke



Da Opa „da Lud“beim Heign an Domm 1978. Da Papa, „da Luggi“ 1992. Und insa Haus um 1941

Mei Lena, absolut stolzer Papa. Danke für Alles.


Und natürlich mei Mama, Ausflug Mariastein

Mein Schwesterherz Moni

Lena Dagi und I.
Und meine Lieblinge, Schneeli und Luna












🎥 Video: Familie
Lena danke dass ma nu de Fotos besorgt hast, super Danke

I und da Tat- da Opa, von ihm habe ich die freundliche Ausstrahlung:-).

Ma des guade Eis, mit da Monika.

Mei Firmung

Urlaub in Wien, des war oafoch owa nett


I und de Mama

Mei Erstkommunion




Mei erstes neues Radl



💙 Die Krankheit – Das schwerste Kapitel

Im Sommer 2024 begann ein Weg, den ich mir niemals ausgesucht hätte.
Der Herr gibt die schwersten Prüfungen nicht den Schwächsten, sondern denen, von denen er weiß, dass sie trotz allem weitergehen.
Untersuchungen.Operationen.Die Whipple- Bei der OP werden die Bauchspeicheldrüse , 12 Fingerdarm, Milz, Galle, 2/3 Magen entfernt, dadurch ist man Typ3c Diabetiker. 30 Tage Krankenhaus Aufenthalt folgten. Im Anschluss 12 Zyklen Chemo, 6 Monate!!!
Meine Komplikationen.Thrombosen.Fisteln.Nierenkoliken.. Und wie sag i immer, i fang ma as Jammern gar nimma u, so weit loss is ned kemma.
„Wer meinen Weg nicht gegangen ist, wird vielleicht nie verstehen, warum ich meine letzten Projekte selbst gestaltet habe. Für mich war es nicht das Ende – sondern ein letzter Liebesbeweis für die Menschen, die ich zurücklasse.“Und ich wollte euch so viel Ballast nehmen wie möglich.
Die Krankheit hat mir vieles genommen.Aber sie hat mir auch gezeigt, worauf es wirklich ankommt.
Zeit mit der Familie.mit Freunden.Ein Sonnenuntergang.Ein Lied.Ein Lächeln.Ein gemeinsamer Kaffee.A Zigarrä.Oda oafoch zom hockn und Ratschn.
Plötzlich wurden die kleinen Dinge zu den größten Geschenken.
Wo Licht ist……..
Ein Zen-Gedanke zu den Thema
Wenn ein Mensch durch einen Sturm geht, erkennt man die Menschen an seiner Seite nicht daran, was sie sagen, sondern daran, was sie tun.
Der eine hält ihm still den Schirm, ohne zu fragen, was er dafür bekommt. Der andere wartet, bis der Sturm stärker wird, und schaut, was er aus seiner Not für sich gewinnen kann.
Beide sehen denselben Menschen.
Beide sehen dieselbe Not.
Doch nur einer sieht den Menschen – der andere sieht die Gelegenheit.
Vielleicht ist das die stille Lehre des Lebens: Wahre Hilfe braucht keinen eigenen Vorteil. Sie kommt, weil ein Mensch einen anderen Menschen nicht allein durch den Sturm gehen lassen will.
Und wer den Sturm eines anderen nutzt, um sich selbst daran zu bereichern, sollte nicht vergessen: Jeder Sturm zieht irgendwann weiter – und jeder Mensch steht eines Tages selbst im Regen.
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🌿 Green River Memory – Erinnerungen, die weiterleben
Aus allem, was passiert ist, entstand irgendwann eine Idee.Einige haben mich belächelt oder mit Unverständnis reagiert. Aber nur wer meinen Weg gegangen ist kann das verstehen. Wenn man alle 14 Tage gesagt bekommt, diese Art Krebs ist sehr aggressiv und heimtückisch.
.Es gibt dann nur 2 Möglichkeiten.
- ich liege schwerst depressiv im dunklen Zimmer
- ich rauche jeden Tag eine Zigarre und trink dazu an Espresso und mach positive Dinge.
So entstand das Projekt, letzte Reise. Mit Allen Konsequenzen. Ich wollte keinen Ort schaffen, der nur vom Abschied erzählt.Ich wollte einen Ort, an dem das Leben weiter erzählt wird.
Ich wollte nicht am Ortsfriedhof liegen, für mich ein trauriger Ort. Ich will bei meiner Familie und Freunden sein, und KInder sollen spielen und lachen. Und Wassser und Erde patzen, so is as Leben.
Green River Memory.
Der Name kommt vom Inn, dem grünen Fluss.An dem war ich mein ganzes Leben und liebe es heute noch dem Inn zuzusehen. DIe Eissschollen im Winter , der Nebel wenn es extrem kalt ist und das Funkeln der Sonnenstrahlen an der Wasseroberfläche.
Ein Platz zum Sitzen.Zum NachdenkenZum Zuhören.Zum Erinnern.
Wenn du einmal hier bist und magst, dann nimm einen kleinen Stein mit und lege ihn dazu.
Nicht weil du musst.Sondern weil jeder Stein zeigt, dass Erinnerungen weiterleben.
Wie ein Fluss fließen auch Erinnerungen weiter.Sie bleiben in Geschichten.In Liedern.In Fotos.
Und in den Herzen der Menschen.
Dieser Platz soll ein positiver Ort sein, hier habe ich viel gelacht mit Freunden und Familie, manchmal auch eine Träne vergossen. Und wenn i ma des so ansehe, wie kalt und unpersönlich ein Friedhof ist, da brauch i ned 2 mal nachdenken.Und ich habe mit einigen meiner Arbeiten den Platz verschönert.
Kembs mi hin und wieder besuchen, vergiss ma des ja mitn Rach ned- Klausä.
Trotz Allem, wenn i oft so da sitz und de Blumen und Insekten anschu, is es unterm Strich ein Platz der schönen Erinnerungen. Mei so nett wie ma mitanonda kockt senn, danke für de schenen Momente.
❤️ Zum Schluss
Wenn du bis hierher gelesen hast, danke ich dir von Herzen.
Ich wünsche mir nur eines.
Erinnere dich nicht an meine Krankheit.Erinnere dich an mein Lachen.An die Musik.An den Duft von Holz in meiner Werkstatt.An gemeinsame Stunden.A die schönen Geschichten.
An das Leben.Denn irgendwann endet jeder Weg.
Aber die Liebe, die wir schenken, und die Erinnerungen, die wir hinterlassen, gehen weiter.
Und vielleicht klingt irgendwo am Green River noch ein leiser Blues – für alle, die mich ein Stück meines Weges begleitet haben. 🌿🎸
Und zum Schluss mecht i Allen danken die mich begleitet haben und die es auch respektiert haben wenn i keinen Kontakt wollte während der Chemo. I wünsch Euch viel Gesundheit und ein langes Leben, wir sehen uns. Aber erst in vielen, vielen Jahren.
Danke für Alles Martin
